M715 - Austausch der Prismenschiene
 


1) Rohrschellen von TS (unterfüttert)
2) Voll-Aluminum Prismenschiene

Die Original-Prismenschiene des M715 war schlichtweg eine Zumutung und ein Witz zugleich. Schon beim ersten Montieren des Maksutovs bemerkte ich, dass irgend etwas nachgab. Wie soll mann bitte bei über 400-facher Vergrößerung auch nur das Bild annähernd scharfstellen können, wenn sich bereits bei der geringsten Berührung des Fokussierknopfes der komplette Tubus auf der Prismenschiene verwindet?
Die Bewegung des Objekts im Okular war dabei so groß, dass dieses fast aus dem Gesichtsfeld verschwand.

Das Problem verbarg sich gleich an zwei Stellen: Die Original-Prismenschiene selbst ist kein Gussteil wie üblich, sondern nur ein gebogenes Alu-Blech, welches in sich nachgibt. Das nächste Problem war, dass diese "Prismenschiene" nur mit 5 winzigen Alu-Nieten am Tubus "befestigt" war. Das wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sich diese Nieten gelockert hätten.

Da lag die Lösung nahe, stabile Ersatz-Rohrschellen zu verwenden. Bei TS wurde ich fündig, aber der Durchmesser war etwas zu groß. Aus diesem Grund mussten die Rohrschellen mit 3 Lagen Kunststoffstreifen aus dem Baumarkt unterlegt werden. (siehe nachfolgendes Bild. Um die Streifen aus Hartschaum in Form zu bekommen, musste ich diese vorgespannt mit den Rohrschellen verschrauben. Das war ziemlich fummelig aber letztendlich hat es den gewünschten Erfolg gebracht.

 


Umlaufend mussten 8mm unterlegt werden.

Fazit:
Die Stabilität ist zwar nicht ganz optimal, aber um 100% besser, als mit der Originalschiene

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