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Intes
Micro Alter M715 (Maksutov-Cassegrain) |
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Um
es gleich vorweg zu nehmen: DIESES Intes M715 hat mich einige graue
Haare gekostet.
Der Titel könnte auch lauten:
"Die Verwandlung einer russischen Mistgurke zum echten
Planetenkiller" |
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glaubt, russische Serien-Maksutov Teleskope seien stabile, perfekte
Planetenteleskope, der sollte diesen Bericht hier lesen....
Hier geht es direkt zu den Tuningseiten:
- Austausch der
Original-Primenschiene
- Austausch der Lüfter
- Tuning Feathertouch OAZ
- Demontage und Tuning der schwergängigen Fokussiermechanik
- Stabilisierung der Tubusrückwand |
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Aufbau:
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Das
Intes Micro ALTER M715 ist ein kompaktes Teleskop
nach Maksutov-Cassegrain Bauweise.
Durch das kleine Öffnungverhältnis von f/15 ergibt sich
aus der Öffnung von 7" (180mm) eine relativ große
Brennweite von 2700mm. Das M715 ist durch den recht klein gehaltenen
Fangspiegel nur wenig obstruiert und somit bestens für die
kontrast- und detailreiche Beobachtung von Planeten und Mond geeignet.
Im Deep-Sky Bereich ist es allerdings meist zu lichtschwach.
Auf den allerersten Blick fallen der recht stabile Blechtubus mit
den Innenblenden auf. An diesem Teleskop gibt es keinerlei Kunststoffteile
außer im Inneren der Fokussiermechanik. Doch dazu später. |
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1)
nachträglich angebauter Starlight Instruments Feathertouch
OAZ
2) Tubusrückwand mit HS-Spiegelzelle
3) Alu-Blechtubus
4) optional erhältliche Metalltaukappe mit Streulichtblenden |
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1)
Blenden in der Taukappe
2) vergütete Meniskuslinse
3) Fangspiegelhalter mit Justierschrauben (unter
der Abdeckung)
4) Blenden im Inneren des Tubus |
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Bedienelemente:
1) 1x Zug- und 2x Druckschrauben für Justage
des Hauptspiegels (je 3 x 120° verteilt)
2) Fokussierknopf (lässt den HS vor- und zurückgleiten
um zu fokussieren)
3) Adapter für Feathertouch-OAZ
4) nachträglich montierter Edelstahlgriff
5) Lüfter , saugend. 1x an Originalposition
mit Schalter und 1x nachträglich montiert . |
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Erläuterungen:
Die Tubusrückwand trägt die Bedienelemente
und ist gleichzeitig Justageelement für den Hauptspiegel. Der
Hauspiegelträger ist direkt mit der Rückwand starr verbunden.
Die Rückwand kann über drei am Umfang verteilte Justageschrauben
(Zug- und Druck) kollimiert werden.
Hierfür muss nur die gesamte Rückwand gegenüber dem
Tubus verkippt werden. Da der HS direkt an der Rückwand aufgehängt
ist, wird dieser dadurch justiert.
Die Rückwand kann auch leicht vom Tubus getrennt werden, indem
die drei Zugschrauben entfernt werden.
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2x
Druckschraube (Inbus)
1x Zugschraube (Schlitz / gleichzeitig Halteschraube
für die Rückwand)
Die Schrauben mit der
Bezeichnung "2" habe ich mittlerweile durch Inbusschrauben
ersetzt. |
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Der
Fokussierknopf (2) ist über eine exzentrisch
gelagerte Welle mit einem kleinen Zahnrad verbunden. Dieses kleine
Zahnrad treibt im Inneren ein großes Zahnrad an, welches wiederum
den Fokussiermechanismus betätigt.
Die Welle des Fokussierknopfes kann, da diese exzentrisch gelagert
ist, so verdreht werden, dass der Abstand der beiden Zahnräder
optimal, d.h. ohne Spiel, von außen eingestellt werden kann.
Zum Einstellen muss nur der Fokussierknopf entfernt werden (Madenschraube).
Darunter kommt eine runde Platte zum Vorschein, welche durch drei
Kreuschlitzschrauben gehalten wird. Diese drei Schrauben werden
gelockert, die Scheibe verdreht und somit der Abstand der Zahnräder
eingestellt. |
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Hier
im Bild sind die beiden Zahnräder zum Antrieb
der Fokussiermechanik abgebildet. Die Zahnräder wurden hier
absichtlich zu weit auseinander gerückt. |
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